Landkreis und Kommunen suchen die fleißigsten Radler

Gemeinsame Aktion „Stadtradeln“ startet am 1. Juni 2018

Marburg-Biedenkopf – Gemeinsam mit der Universitätsstadt Marburg sowie den Städten und Gemeinden Bad Endbach, Cölbe und Neustadt tritt der Landkreis Marburg-Biedenkopf bei der Klima-Bündnis-Kampagne Stadtradeln vom 1. Juni bis zum 21. Juni 2018 im Wettstreit um die meisten klimafreundlich zurückgelegten Kilometer in die Pedale.

Mit der deutschlandweiten Aktion Stadtradeln will das Klima-Bündnis, ein Netzwerk von Kommunen, Städten und Kreisen, ein Zeichen für die Freude am Radfahren setzen und für das Thema der nachhaltigen Fortbewegung mit dem Rad werben. „Bei manchem im Bezug zum Klimaschutz mag sich das Rad nicht zurückdrehen lassen. Allerdings können wir, indem wir selbst aufs Rad steigen, einen eigenen, zumal nachhaltigen, Beitrag für die zukünftigen Entwicklungen leisten“, sagte Landrätin Kirsten Fründt.

„Bürgerinnen und Bürger, Schulklassen, Vereine, Organisationen und Unternehmen, Verwaltungen, alle sind dazu eingeladen, mit eigenen Teams mitzumachen“, so Fründt. Neben verschiedenen Preisen sollen auch einige Veranstaltungen im selben Zeitraum Menschen aufs Rad locken. Dazu zählt die vom Sportkreis Marburg-Biedenkopf angebotene Möglichkeit zum Erwerb des Sportabzeichens Radfahren, eine Radrundtour von Todenhausen über die Burg Mellnau und dem Christenberg zurück nach Todenhausen zum Hugenotten- und Waldensermarkt, die Eröffnung des Wiera-Wohra-Radweges sowie die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung und Public-Viewing der Fußball-WM.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf nimmt in diesem Jahr gemeinsam mit der Universitätsstadt Marburg sowie den Kreis-Kommunen Bad Endbach, Cölbe und Neustadt zum ersten Mal an der Aktion teil. Unterstützt wird die Aktion im Landkreis zudem vom St. Elisabeth-Verein, dem Sportkreis Marburg-Biedenkopf und der Ärztegenossenschaft PriMa.

„In Neustadt ist der Bedarf an Radwegen über die vergangenen Jahre gewachsen“, stellte Sonja Stark als Vertreterin der Stadt Neustadt fest. Noch gäbe es Einiges zu tun, allerdings freue man sich schon jetzt darüber, dass die Eröffnung des Wiera-Wohra-Radwegs im Aktionszeitraum in Neustadt beginne. In Bad Endbach wolle man mit der Teilnahme am Stadtradeln „die Menschen bei uns motivieren vom Auto aufs Rad umzusteigen“, so Bürgermeister Julian Schweitzer. Das gelte im Bereich des Tourismus ebenso wie für die Bewegung im Alltag. Ein gemeinsames Team aus Gemeindeverwaltung und Eigenbetrieb will mit gutem Beispiel vorangehen und möglichst viele gemeinsame Kilometer erradeln. Außerdem bietet der Skiclub Hartenrod einen besonderen Shuttleservice: die Anker, die im Winter Skifahrer ziehen, werden für Bike & Biker umgerüstet.

„Radfahren ist gesund, macht Spaß, schont die Umwelt, bringt schnell und unkompliziert von A nach B, entlastet den Straßenverkehr sowie die Atemluft und hilft auch noch dem Klimaschutz“, zählt auch der Oberbürgermeister und Radverkehrsdezernent der Stadt Marburg, Dr. Thomas Spies, die Vorteile dafür auf, auch für die alltägliche Mobilität aufs Zweirad umzusteigen.

„Ich freue mich sehr, dass wir zur diesjährigen Kampagne wieder so viele Mitstreiter gefunden haben“, sagte Marburgs Bürgermeister und Umweltdezernent Wieland Stötzel. Die Universitätsstadt ist nach 2008 und 2012 nun bereits zum dritten Mal bei der bundesweiten Aktion dabei. „Wir hoffen, dass auch dieses Mal wieder möglichst viele Menschen in den drei Wochen des Stadtradelns mitmachen“, so Stötzel. Wer mitradeln möchte, aber kein eigenes Rad habe, könne das auch mit einem der 250 Leihfahrräder in Marburg tun, die die Stadt mitfinanziert.

Räder die sich zuweilen auch schon außerhalb Marburgs wiederfänden, beobachtete der Bürgermeister der Gemeinde Cölbe, Volker Carle, der davon sprach, dass Cölbe auch auf mehr Radverkehr angewiesen sei, um die Belastung der Straßen durch Autos möglichst zu minimieren. Mit der Teilnahme an der Aktion Stadtradeln solle neben dem Bewusstsein für das Radfahren vor allem auch das Verständnis für andere Verkehrsteilnehmer in den Vordergrund gerückt werden. Das gelte auch für die Radfahrer selbst, immerhin hätten Freizeitfahrer, Pendler und Sportradler durchaus unterschiedliche Anforderungen. Diese unterschiedlichen Interessen der Verkehrsteilnehmer sei die gemeinsame Herausforderung für den Landkreis und die Städte und Gemeinden.

Sammeln lassen sich die zurückgelegten Kilometer mittels einer eigenen, kostenlosen App für das Smartphone, die die an 21 zusammenhängenden Tagen zurückgelegten Strecken mit dem Rad aufzeichne, erläutert der Radverkehrsplaner des Landkreises Thomas Meyer. Unter der dazugehörigen Website www.stadtradeln.de können sich die Teilnehmer registrieren und sich bereits bestehenden Teams anschließen oder eigene Teams gründen. „Dort werden auch die Ergebnisse der Kommunen und der jeweiligen Teams veröffentlicht, so dass man gleich sehen kann, wo das eigene Team oder die eigene Kommune innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraumes steht“, so Meyer.

Anspruchsvolle Radler können sich zudem als „Gipfelstürmer“ versuchen. Bei dem „kleinen Wettbewerb im Wettbewerb“, so die Landrätin, geht es darum, allerdings ohne E-Bike, mindestens drei heimische „Gipfel“ zu erradeln und dies mit einem sogenannten Selfie auf der facebook-Seite des Landkreises zu dokumentieren. Zu den möglichen Gipfeln zählen der Kaiser-Wilhelm-Turm in Marburg, die Schlossruine in Amöneburg, der Aussichtsturm in Kirchhain-Burgholz, der Christenberg in Münchhausen, die Burg Mellnau in Wetter-Mellnau, das Landgrafenschloss in Biedenkopf, die Burgruine Frauenberg in Ebsdorfergrund sowie der Rimberg in Dautphetal-Damshausen. Auch hierbei winken attraktive Preise.

Das Programm im Einzelnen:

  1. Juni 2018, 11:30 Uhr

Offizieller Auftakt zum ersten STADTRADELN im Landkreis Marburg-Biedenkopf an der Kreisverwaltung, Im Lichtenholz 60, 35043 Marburg

  1. Juni 2018, ab 9:30 Uhr

Erwerb des „Sportabzeichen Radsport“. Ein Angebot des Sportkreises Marburg-Biedenkopf im Rahmen der Abnahme des Deutschen Sportabzeichens. Zur Auswahl stehen die Strecken

5 km (bis 9 Jahre), 10 km (bis 17 Jahre) sowie 20 km (ab 18 Jahre). Die Hauptstrecke führt von Cölbe (Ortsaus-/eingang Richtung Kirchhain, Nähe Lahnbrücke) über Kirchhain wieder nach Cölbe. Der Weg ist durchgängig ausgeschildert. Teilnehmer werden gebeten, ein eigenes Fahrrad und einen entsprechenden zugelassenen Helm mitzubringen. E-Fahrräder sind nicht zugelassen. Weitere Informationen zum Erwerb des Sportabzeichens finden sich unter www.deutsches-sportabzeichen.de.

  1. Juni 2018, ab 10:30 Uhr

Anlässlich des Hugenotten- und Waldensermarktes richtet die Kurhessenbahn einen Sonderhalt in Todenhausen ein. Im Rahmen des Stadtradelns wird auf einer Strecke von knapp 23 Kilometern eine Radrundtour mit Start und Ziel in Todenhausen über Mellnau und Münchhausen, hinauf zur Burg Mellnau und zum Christenberg angeboten. Los geht es um 10:30 Uhr.

17.Juni 2018, ab 11:00 Uhr

Die Eröffnung des Wiera-Wohra-Radweges, einer Strecke von knapp 23 Kilometern zwischen Neustadt (Hessen) nach Gemünden(Wohra). Die Eröffnungstour beginnt um 11:00 Uhr in Neustadt am Spielplatz „in der Aue“ und führt dann nach Gemünden mit der Möglichkeit zur Einkehr und einem gemeinsamen Ausklang im „Alten Bahnhof“.

  1. Juni 2018

Letzter Tag des Aktions-Zeitraums.

  1. Juni 2018, ab 16:00 Uhr

Siegerehrung und Abschlussveranstaltung auf dem WABL-Gelände des St. Elisabeth-Vereins, Lahnstraße 8 in Cölbe mit Live-Musik, Kunst zum Mitmachen, Spielen und einem Public-Viewing der Fußball-WM.

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